Maßnahmenumsetzung

Die Steinriegel werden auf einer Filtermatte im Untergrund gesetzt und von beiden Seiten durch Steinschüttungen gestützt.

 
Maßnahmenumsetzung1

Die Einhaltung der geplanten Höhen ist wichtig für die Funktion und wird genau kontrolliert.

 
Maßnahmenumsetzung2

Nach dem Ende des Pumpens ist die Baugrube der Sohlgleite bereits mit Wasser gefüllt.

 

Stand 23.11.2020

Inzwischen ist die Sohlgleite am westlichen Ende des Vorhabenbereiches fast fertig gestellt worden. Sie dient dazu, die wegen der Sohlanhebung der neuen Lippe entstehende Höhendifferenz zur Bestandslippe am Ende der Renaturierung auszugleichen. Dazu werden hintereinander 4 Riegel aus großen Steinblöcken gesetzt, die eine exakt berechnete Durchlassöffnung haben. Hinter diesen Riegeln schließt sich jeweils ein Becken an.

Wandernde Fische und andere Organismen können aufgrund der gebremsten und wechselnden Strömungsgeschwindigkeiten dieses Bauwerk passieren. In den Becken finden auch kleinere Arten in Teilflächen ruhige Bereiche zur Erholung.

Die Sohlgleite hat bei der Renaturierungsmaßnahme eine ganz zentrale Funktion, weil sie eine ungehinderte Verbindung der neuen Lippe und des unterhalb noch ausgebauten Flusses sicherstellen soll. Sie wird erst in einigen Wochen in Betrieb genommen, wenn die Lippe in ihr neues Bett geleitet wird.

Stand 09.11.2020

Das trockene Wetter der letzten Woche hat die Profilierungsarbeiten begünstigt. In Kürze wird die Initialgestaltung der neuen Lippe weitgehend fertig gestellt sein. In einem kurzen Video aus der Vogelperspektive zeigt sich, wie weit die Umsetzung bereits vorangekommen ist.

Große Bodenmengen sind bereits bewegt worden. Viele Geräte und Maschinen sind auf der Baustelle im Einsatz. Für Technikbegeisterte gibt es einige Eindrücke von der Baustelle in diesem Video.

Maßnahmenumsetzung3

 

Stand 02.11.2020

Die Profilierung der südlichen Laufverlängerungen der neuen Lippe ist fast fertig. Das Foto zeigt schräg im Hintergrund links die Bestandslippe und im Vordergrund die in einem weiten Bogen verlaufende Profilierung der Laufverlängerung. Zu erkennen sind Sande und Kiese als Bodensubstrate. Die rostroten Bodenverfärbungen deuten auf die Bildung von Eisenocker in wechselfeuchten Bereichen hin.

Maßnahmenumsetzung4

 
Maßnahmenumsetzung5

 
Maßnahmenumsetzung6

 

Bei dem Ausbau der alten Uferbefestigung kamen überraschend eine ganze Reihe von Beton-Tetraedern zutage. Diese wurden wahrscheinlich im Zeitraum nach 1965 eingebaut. Eigentlich werden solche Tetraeder eher im Küstenschutz als Wellenbrecher eingesetzt.

Aber man wollte bei der Lippe offenbar ganz sicher gehen, dass sie sich wirklich nicht mehr verlagern kann!

Welche Gestaltungskraft die Lippe vor den großen Begradigungen und Ausbaumaßnahmen der Vergangenheit gehabt hat, wird bei den laufenden Gestaltungsarbeiten an vielen Stellen offenkundig. Das nebenstehende Foto zeigt die Bodenschichtung in der Lippeaue im Bereich der im Bau befindlichen Sohlgleite. Das Profil zeigt einen ca. 2 m hohen Ausschitt.

Unten ist eine ausgeprägte Kieslage zu erkennen. Darüber schließen sich Sande und geringere Kiesanteile an. Dann wechseln mehr als 20 unterschiedlich gefärbte Lagen aus gelblichen Sanden und graublauen Tonen und Schluffen. Ein schmales Rostrotes Band zeigt Eisenocker und damit einen Wechselbereich von Grundwasserständen an.

Oberhalb davon ist zunächst ein dünnes Band aus lehmigem Sand zu sehen. Dann folgt ein schmales, reines Kiesband. Dieser Kies ist offenbar bei einem größeren Abflussereignis flächig in den Flussaue gespült worden. Nach oben abgeschlossen wird das Profil von einer dicken Lage aus Auenlehm.

Maßnahmenumsetzung7

 

Stand 26.10.2020

Aufgrund der ergiebigen Niederschläge der letzten Tage wurden die Arbeiten auf der Baustelle von der ausführenden Firma unterbrochen. Die Böden sind, besonders in lehmhaltigen Teilflächen, nicht tragfähig genug für die schweren Baufahrzeuge.

Insgesamt liegen die Arbeiten aber trotzdem sehr gut im Zeitplan. Auch südlich der Bestandslippe wurden bereits die geplanten Laufverlängerungen profiliert.

Maßnahmenumsetzung8

Blick von Süden über die Bestandslippe und die Profilierungsarbeiten. Im Hintergrund sind die B 64 und Sande zu sehen; rechts am Bildrand das Auslaufbauwerk des Lippesees.

Maßnahmenumsetzung9

Blick von Norden über den Umgestaltungsbereich. Zwischen den grünen Tabuflächen mit der ursprünglichen Grasnarbe sind die weit ausholenden Laufverlängerungen der neuen Lippe zu erkennen.

Stand 19.10.2020

Die vorprofilierten Gerinneabschnitte haben sich inzwischen teilweise mit Grundwasser gefüllt. Recht gut zeichnen sich dadurch die Laufverlängerungen der Initialgestaltung ab.


Maßnahmenumsetzung10

 
Maßnahmenumsetzung11

 

Stand 12.10.2020

Die ersten Abschnitte der neuen Lippe sind schon vorprofiliert. Im Bild ist rechts die Bestandslippe zu sehen. Im Vordergrund und in der Bildmitte sind zwischen den grünen Wiesenstreifen des früheren Bestandsgeländes die in Gestaltung befindlichen Laufverlängerungen der Lippe zu erkennen.

Maßnahmenumsetzung12

Blick von Westen über die Baustelle in Richtung Sande und Lippesee

Maßnahmenumsetzung13

 

Blick von der B 64 in Richtung Westen. Im Bild links verläuft die Bestandslippe. Zu erkennen ist der teilweise noch vorhandene Uferverbau mit Steinschüttungen. Rechts davon ist eine Laufverlängerung zu erkennen.

Stand 05.10.2020

Die Profilierung geht voran. Nach Abräumung des Oberbodens zeichnet sich die Fläche für die geplanten Laufverlängerungen der Lippe ab. 

Maßnahmenumsetzung14

Blick aus Richtung B 64 nach Westen.

 
Maßnahmenumsetzung15

Blick von Norden in Richtung Lippe.

 

Stand 29.09.2020

Die Profilierung des geplanten Schilfgerinnes läuft. Abschnitte des Lippeufers wurden bereits von der Steinverbauung befreit.

Maßnahmenumsetzung16

Blick von Norden auf den Bereich des geplanten Schilfgerinnes.

 
Maßnahmenumsetzung17

Blick aus Richtung B 64 nach Westen.

 

Im  Senkrechtluftbild zeigen sich Bodenverfärbungen, die auf frühere Lippeverläufe und -ufer hinweisen, besonders gut.

Maßnahmenumsetzung18

Blick aus ca. 70 m Höhe auf die erste Teilfläche der laufenden Profilierung.